Alt-Hietzinger

Die Vereinigung der Alt-Hietzinger ist aus dem Verein der Freunde des Hietzinger Gymnasiums hervorgegangen, der ursprünglich gegründet worden war, um die Mittel für den Bau des Gymnasiums in der Fichtnergasse aufzubringen. Im Jahr 1966 wurde dieser Verein in eine Absolventenvereinigung, die "Alt-Hietzinger", umgewandelt.

Ziel der Alt-Hietzinger ist gemäß den geltenden Statuten "die Zusammenfassung ehemaligen Hietzinger Gymnasiasten zur Erfüllung caritativer, sozialer, kultureller, sportlicher und geselliger Aufgaben im Sinne des humanistischen Bildungszieles".

Die Alt-Hietzinger sind mit rund 1.000 Mitgliedern eine der größten derartigen Vereinigungen Österreichs, und sie sind wahrscheinlich auch eine der aktivsten. Schwerpunkte der Aktivität sind regelmäßige Veranstaltungen.

Mit dem Reingewinn aus diesen Aktivitäten unterstützt die Vereinigung schulische Veranstaltungen der beiden Gymnasien wie Studienaufenthalte oder Maturareisen bzw. dringend nötige Anschaffungen.

Geschichte der Alt-Hietzinger:

Bereits in den 20er Jahren bildete sich aus Kollegen des Maturajahrganges 1925 (u. a. Kurt Elich, Erich Falnbigl, Erwin Heinz, Franz Pennerstorfer, Viktor Weinzetl, Emil Wohlgemuth) eine Gemeinschaft, die im Zusammenwirken mit jungen Damen der Wenzgasse unter der Bezeichnung "H.G.C." (= Hietzinger Gesellschafts-Circle) die ersten Bälle im damaligen Hotel Hopfner, dem heutigen Parkhotel, mit großem Erfolg veranstaltete. Gemeinsam mit den nachfolgenden Maturajahrgängen 1928 (Fritz Adensamer), 1929 (Edwin Cymral, Anton Rolleder) und 1930 (Walter Jaksch, Herbert Margaretha, Georg Sääf-Norden) haben dann diese Kollegen und Freunde unter der neuen Bezeichnung "Hietzinger Ball" - unterbrochen lediglich durch 13 Kriegs- und Nachkriegsjahre - alljährlich diese großen Feste der Hietzinger Höheren Schulen organisiert. Der "Hietzinger Ball" - seit 1969 "Ball der Alt-Hietzinger" - ist im Jubiläumsjahr 1987 zum 46. Male abgehalten worden. Die Reinerträge dieser gesellschaftlichen Veranstaltungen werden von den "Alt-Hietzingern" direkt und indirekt den Schülerinnen und Schülern zugewendet.

Seit dem Ende des 2. Weltkrieges und in der Besatzungszeit hatte der "Verein der Freunde des Hietzinger Gymnasiums" einen Tiefstand an Mitgliedern erreicht, mitbedingt infolge Dezimierung der Maturajahrgänge zwischen 1935 und 1945 durch Kriegsopfer jeder Art -ein hoher Prozentsatz von Schülern bestand auch aus jüdischen Kollegen, die ihr Leben verloren oder ins Ausland flüchten mußten. So entschlossen sich 1966 Absolventen der verschiedensten Jahrgänge, die die Wiederaufnahme des "Hietzinger Balles" durchgeführt und diesem zu neuem Ansehen und Erfolg verholfen hatten, den bestehenden "Verein der Freunde des Hietzinger Gymnasiums" mit geringfügigen Satzungsänderungen nach dem Vorbild der "Alt-Schotten", "Alt-Kalksburger" und "Theresianisten" in eine Absolventenvereinigung umzuwandeln. Die von einem Proponentenkomitee einberufene Versammlung am 14. Oktober 1966 von Vertretern aller Maturajahrgänge konnte über 100 Kolleginnen und Kollegen begrüßen. Mit Begeisterung wurde die Idee aufgenommen. Binnen Jahresfrist war die Organisation geschaffen. Der Mitgliederstand hatte sich inzwischen auf rund 400 Mitglieder verdreifacht. Die "Alt-Hietzinger-Vereinigung ehemaliger Hietzinger Gymnasiasten und der Freunde des Hietzinger Gymnasiums" umfaßt heute trotz erheblicher Ausfälle durch den Tod von Mitgliedern der älteren Jahrgänge über 1000 Mitglieder. Sie ist damit eine der größten derartigen Vereinigungen Österreichs. 

Die dauernde Verbindung der "AltHietzinger" mit dem Gymnasium erscheint dadurch gewahrt, daß zu den Organen der Vereinigung die jeweilige DirektorInnen und VertreterInnen der Elternvereind der Hietzinger Gymnasien gehören. 

Wenngleich die Alt-Hietzinger ihre traditionellen Wurzeln im Gymnasium Fichtnergasse haben, hat sich seit langem eine sehr enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Gymnasium Wenzgasse entwickelt. Dem wurde im Jahr 1997 durch eine Änderung der Statuten Rechnung getragen: Seither können Schüler und Absolventen beider Gymnasien ordentliche Mitglieder werden.

 

Last update 2017-11-08
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